Im Namen des Erhabenen

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Mail an Fraktionsvorsitzenden CDU


An Herrn Friedrich Merz
Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion

(3.12.2000)

friedrich.merz@cducsu.bundestag.de

Sehr geehrter Herr Merz,

Der Muslim-Markt ist ein von deutschen und deutschsprachigen Muslime betriebenes Internet-Portal, in dem wir uns u.a. für die Angelegenheiten der hiesigen Muslime engagieren, aber auch versuchen für das gegenseitige Verständnis von Christen und Muslimen zu werben. In unserem Rundmail-Service empfangen derzeit 600 Abonnenten, darunter zahllose islamische Vereinigungen in Deutschland unsere Rundmails. Durch die jeweiligen Weiterleitungen werden einige Tausend Wähler in Deutschland direkt erreicht In der Regel spricht der Muslim-Markt keine Empfehlungen für die Wahlen in Deutschland aus. Allerdings haben uns Ihre Äußerungen in Bild am Sonntag (3.12.2000) derart schockiert, daß wir es angebracht erachten, Sie höflichst um eine Klarstellung einiger Ihrer Aussagen zu bitten.

Sie sagen: "wenn das tragen (eines Kopftuchs) aus religiösen Gründen erfolgt, ist das in Schulen nicht akzeptabel", dazu unsere Fragen:

bulletBezieht sich Ihre Antwort nur auf Lehrerinnen oder auch auf Schülerinnen?
bulletBedeutet ihre Antwort, dass sie gegen jeglichen Unterricht von Nonnen an deutschen Schulen sind?
bulletWenn sie gegen das Kopftuch an Schulen sind, wie ist dann Ihre Haltung zu öffentlichen Einrichtungen mit größerer Abhängigkeit, wie z.B. Krankenhäuser und Hospize? Möchten sie auch dort das Kopftuch verbieten?
bulletSind sie der Meinung, daß ab sofort jegliche Darstellung der Heiligen Maria an einer Öffentlichen Schule mit Kopftuch zu unterlassen ist?

Im gleichen Atemzug bezeichnen Sie das Schächten von Tieren als "grausam" und damit nicht akzeptabel, dazu unserer Fragen:

bulletGilt Ihre Einstellung nur für das muslimische Schächten oder auch für das jüdische Schächten?
bulletMöchten sie Ihre wissenschaftlich nicht haltbare Einstellung nur für Deutschland durchsetzen oder für ganz Europa?

Desweiteren sagen Sie, daß die Ausländer die Sitten, Gebräuche und Gewohnheiten achten sollten, dazu unsere Fragen:

bulletErwarten sie von den Ausländern, daß diese den exzessiven Alkoholkonsum in diesem Land, den zunehmenden Exhibitionismus, die extrem hohe Scheidungsrate, die Auflösung der Familie und
andere zeitgemäße Sitten akzeptieren müssen?
bulletUnd welche Sitten und Gebräuche meinen sie konkret, die Sitten des Christentums, dessen Namen Ihre Partei verwendet (wozu auch Nonnen gehören) oder die Sitten der Love-Parade in Berlin?
bulletUnd verlangen Sie das auch von den Muslimen mit deutscher Staatsbürgerschaft, dass diese die von Ihnen noch festzulegende Sitten, Gebräuche und Gewohnheiten akzeptieren?

Wir werden unsere Leser über diese Anfrage informieren und erwarten Ihre Antwort, die ebenfalls unverändert und unkommentiert unseren Lesern weitergeleitet wird.
Im Voraus danken wir Ihnen für Ihre Antwort und wünschen Gottes Rechtleitung.

Dr. Yavuz Özoguz
(Webmaster Muslim-Markt)

An Frau Dr. Angela Merkel, Parteivorsitzende der CDU (4.12.2000)

angela.merkel@cdu.de

Sehr geehrte Frau Merkel,
Der Muslim-Markt ist ein von deutschen und deutschsprachigen Muslime betriebenes Internet-Portal, in dem wir uns u.a. für die Angelegenheiten der hiesigen Muslime engagieren, aber auch versuchen für das gegenseitige
Verständnis von Christen und Muslimen zu werben. In unserem Rundmail-Service empfangen derzeit 600 Abonnenten, darunter zahllose islamische Vereinigungen in Deutschland unsere Rundmails. Durch die jeweiligen Weiterleitungen werden einige Tausend Wähler in Deutschland direkt erreicht In der Regel spricht der Muslim-Markt keine Empfehlungen für die Wahlen in Deutschland aus. Allerdings haben uns die Äußerungen Ihres Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz in Bild am Sonntag (3.12.2000) derart schockiert, daß wir es als angebracht erachten, Sie höflichst zu bitten, uns zu erklären, ob es sich um eine von der CDU getragene Meinung handelt oder um eine mißratene Einzelmeinung.

Sollten die geäußerten Ansichten auch nur zum Teil von der CDU akzeptiert werden, bitten wir um die Klarstellung zu folgenden Fragen:

Herr Merz sagte: "wenn das tragen (eines Kopftuchs) aus religiösen Gründen
erfolgt, ist das in Schulen nicht akzeptabel", dazu unsere Fragen:

bulletBezieht sich Ihre Antwort nur auf Lehrerinnen oder auch auf Schülerinnen?
bulletBedeutet die Antwort, dass die CDU gegen jeglichen Unterricht von Nonnen an deutschen Schulen ist und fordert die CDU jetzt Nonnen auf, beim Unterricht das Haar zu entblößen?
bulletWenn die CDU gegen das Kopftuch an Schulen ist, wie ist dann die Haltung zu öffentlichen Einrichtungen mit größerer Abhängigkeit, wie z.B. Krankenhäuser und Hospize? Möchte die CDU auch dort das Kopftuch verbieten?
bulletIst die CDU der Meinung, daß ab sofort jegliche Darstellung der Heiligen Maria an einer Öffentlichen Schule mit Kopftuch zu unterlassen ist?

Im gleichen Atemzug bezeichnet Herr Merz das Schächten von Tieren als "grausam"
und damit nicht akzeptabel, dazu unserer Fragen:

bulletGilt diese Einstellung nur für das muslimische Schächten oder auch für das jüdische Schächten?
bulletMöchten sie diese wissenschaftlich nicht haltbare Einstellung nur für Deutschland durchsetzen oder für ganz Europa?

Desweiteren sagt Her Merz, daß die Ausländer die Sitten, Gebräuche und Gewohnheiten akzeptieren sollten, dazu unsere Fragen:

bulletErwartet die CDU von den Ausländern, daß diese den exzessiven Alkoholkonsum in diesem Land, den zunehmenden Exhibitionismus, die extrem hohe Scheidungsrate, die Auflösung der Familie und andere zeitgemäße Sitten akzeptieren müssen?
bulletUnd welche Sitten und Gebräuche meint die CDU konkret, die Sitten des Christentums, dessen Namen Ihre Partei verwendet (wozu auch Nonnen gehören) oder die Sitten der Love-Parade in Berlin?
bulletUnd verlangt die CDU auch von den Muslimen mit deutscher Staatsbürgerschaft, dass diese die von Ihnen noch festzulegende Sitten, Gebräuche und Gewohnheiten akzeptieren?

Wir werden unsere Leser über diese Anfrage informieren und erwarten höflichst Ihre Antwort, die ebenfalls unverändert und unkommentiert unseren Lesern weitergeleitet wird.

Im Voraus danken wir Ihnen für Ihre Antwort und wünschen Gottes Rechtleitung.

Dr. Yavuz Özoguz
(Webmaster Muslim-Markt)

 

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