Im Namen des Erhabenen  
  Palästina-Spezial
 

Wer ist Ariel Scharon

Links zum Thema

bullet Mit schlechten Vorsätzen gepflastert - Sharons Pläne, Taten, Wirkungen
bullet Londoner Bürgermeister Livingstone nennt Scharon „Kriegsverbrecher”
Ariel Sharon wurde 1928 als Ariel Scheinermann in Kfar Malal, einer Farm mit radikalen Zionisten im Negev, als Sohn eines deutschen Vaters und einer russischen Mutter geboren. Obwohl allein sein Name keinen Zweifel an seiner deutschen Herkunft lässt, hat er seinen Biographie derart abändern lassen, so dass aus dem deutschen Vater ein Pole wurde, da er - wie auch aus seinen späteren Äußerungen deutlich wurde - ein sehr einseitig geprägtes Bild Deutschlands verbreiten wollte und niemand auf die Idee kommen sollte, seine Vorfahren in Deutschland zu suchen!

Mit 14 Jahren (1942), mehrere Jahre vor der Gründung Israels wurde Ariel Mitglied der brutalen zionistischen Terrororganisation Haganah, die im Untergrund fürchterliche Anschläge gegen Araber, aber später auch später gegen Briten verübte. seine eigenen Vergangenheit, schon als 14-jähriger an Anschlägen mit verheerenden Wirkungen gegen Zivilisten beteiligt gewesen zu sein, dürfte ein entscheidendes Kriterium dafür sein, dass er Jahrzehnte später offensichtlich Soldaten befehligte auf Kinder zu schießen!

Im ersten Eroberungsfeldzug der Zionisten 1948 war er der Befehlshaber einer Infanteriekompanie. 1953 schloss er als Major sein Studium an der Hebräischen Universität in Jerusalem ab. Sein Schwerpunkt war die Geschichte des jüdischen Volkes und Studien des Mittleren Ostens . 1962 erwarb er das Lizenziat der Jurisprudenz an der Universität Tel Aviv.

1951, 9 Jahre nach seinem ersten Eintritt in eine zionistische Terrororganisation, wurde Scharon mit 23 Jahren Offizier des Geheimdienstes. Und bereits ein Jahr später führte er das Spezialkommando 101, das Liquidierungsattentate gegen den muslimischen Widerstand und ihre Anführer ausführte. Seine "unkonventionellen Methoden" zogen stets eine hohe Zahl von Opfern nach sich, was zu Abschreckungszwecken beabsichtigt war. Die Erfahrung dieser Jahre setzte er später auch als Regierungschef Israels fort! 1954 befehligte er den brutalen und völkerrechtswidrigen Überfall auf Qibya, bei dem das Dorf bombardiert wurde, als die Zivilisten noch in ihren Häusern weilten.

1956 wurde Scharon zum Kommandierenden eines Trupps paramilitärischer Streitkräfte befördert. Er kämpfte in der Sinai-Kampagne, wo er die Eroberung des Mitla-Gipfels befehligte, wobei viele eigene Soldaten zu Tode kamen. Die Offiziere unter seinem Kommando revoltierten gegen ihn. Es folgte eine Untersuchung der Affäre ohne veröffentlichten Ausgang.

1957 studierte Scharon am Camberley Staff College in Großbritannien. obwohl er selbst einer Terrororganisation angehörte, die u.a. auch Briten ermordet hatte, stellt dieser Studiengesuch für England kein Problem dar!  1958-62 diente er als Kommandierender einer Infanteriebrigade. 1966 wird er zum Chef der Akademie der Israelischen Verteidigungskräfte ernannt. 1967 kommandierte er eine Panzerdivision im Sechstagekrieg, dabei verübt er mehrfach und versenkt dabei u.a. ein US-Schiff, welches seine Verbrechen beobachtet. In den 70er Jahren besetzt und terrorisiert er den Gazastreifen mit harten Methoden und stellt es unter die Kontrolle des israelischen Militärs. 

1972 verließ Scharon die Armee, wurde aber 1973 im sogenannten Yom Kippur Krieg als Kommandierender einer Panzerdivision erneut für Eroberungsfeldzüge eingesetzt. Scharons häufige Befehlsverweigerung und brutaleres Vorgehen, als selbst seine Befehlshaber es angeordnet hatten, verhinderte, dass er als Offizier an die Spitze des Militärs aufstieg.

1973 gehörte Scharon zu den Initiatoren der Gründung des Likud-Blocks, der aus mehreren rechtsradikalen und rechten Parteien besteht. Im Dezember 1973 wurde er in die Knesset gewählt und trat für Abschiebeverhandlungen mit der PLO ein. Sein Ziel war alle Palästinenser nach Jordanien abzuschieben.

1974 wurde Scharon Mitglied von Menachem Begins Cherut Partei. Von 1975 bis März 1976 diente er als sogenannter Sicherheitsberater von Yitzhak Rabin. Nach Differenzen mit Rabin gründete Scharon 1977 die Shlomzion Partei, für die er erneut in die Knesset gewählt wurde. Shlomzion schloss sich später mit Herut als Teil des Likud-Blocks zusammen.

Später wurde Scharon Landwirtschaftsminister in Begins erstem Kabinett. Er selbst hatte keinerlei Kenntnisse über Landwirtschaft und seine einzige Aufgabe bestand darin den Aufbau und Ausbau der Siedlungen auf besetztem Land sicher zu stellen.  Er förderte und überwachte die Etablierung neuer Siedlungen auf den West Bank und in Gaza, mit deren Hilfe er eine spätere Abtretung der besetzten Gebiete verhindern wollte.

Scharon blockierte nach Vermögen den sogeannten Friedensprozess mit Ägypten, doch auf unausweichlichem höheren Befehl, befahl er die Räumung der Stadt Yamit und deren Rückkehr zu Ägypten, wobei er noch entscheidende Zerstörungen der Infrastruktur durchführte. Heute bezeichnet Sharon diese Rückgabe als den größten Fehler seiner Karriere. Sharon war gegen das Abkommen von Camp David von September 1978, das für die West Bank und den Gazastreifen den Status autonomer Gebiete vorsah und den Weg zum ägyptisch-israelischen Friedensvertrag von 1979 öffnete.

Von 1981 bis 1983 arbeitete Scharon als Verteidigungsminister, wobei er auch hier den Ausbau der Siedlungen durch die "Sicherheitseinsätze" seiner Soldaten zum "Schutz" der Siedlungen anordnete. Am 6. Juni 1982 begann er unter dem euphemistischen Namen "Frieden für Galiläa" die Invasion Libanons. Dabei belog er mehrmals schamlos das gesamte israelische Kabinett. Er erklärte, Ziel der Operation sei es, einen 40 km langen Grenzstreifen zur Sicherung der Sicherheit Israels zu erobern. Die Siedler im Norden sollten geschützt werden. In Tat und Wahrheit arbeitete er heimlich daran, einen großangelegten Krieg gegen Libanon mit dem Ziel der Installierung eines pro-israelischen Regimes und der Vertreibung der PLO zu führen aus dem Libanon. Teile des Südlibanon sollten dabei bereits in seine Großisrael-Träume einverleibt werden.

Am 16. September 1982, einen Tag nach der Ermordung des neugewählten libanesischen Präsidenten Bashir Gemayel (manche sprechen Scharon eine gewisse Mitwisserschaft vor), gab Scharon der christlichen Falange Zugang zu den Palästinenserlagern von Sabra und Schatilla in der Nähe von Beirut. Gegenüber der Öffentlichkeit wurde der Eindruck erweckt, dass die Falange nach mutmaßlichen Terroristen suchen sollte. Tatsächlich richteten sie ein Massaker an, bei dem (je nach Quelle) zwischen 700 und 2.000 Palästinenser, zumeist Frauen und Kinder, ermordet wurden. Eine israelische Kommission zur Untersuchung von Scharons Rolle in dieser Affäre kam zum Schluss, dass Sharon nicht direkt dafür verantwortlich sei, doch selbst die ihm freundlich gesonnen Richter hielten ihm schwere Fehler vor. Scharon musste zurücktreten und wurde für unfähig erklärt, je wieder das Verteidigungsministerium zu übernehmen. Das aber diente nur zur Beschwichtigung des schockierten Auslandes. Denn er blieb weiterhin als Minister (ohne Geschäftsbereich) im Kabinett. Selbst heute noch erklärt Scharon, die Invasion des Libanons sei gerechtfertigt gewesen. Allerdings musste er hier erstmals eine bittere Militärische Niederlage gegen eine Handvoll motivierter und opferbereiter Muslime im Widerstand hinnehmen

1984 wurde Scharon Minister für Handel und Industrie in der Regierung der nationalen Einheit. 1986 zog er in eine Wohnung im arabischen Teil von Jerusalem, was einer der auslösenden Aspekte für die erste Intifada war.

1992 bewarb sich Scharon für den Vorsitz im Likud-Block. Mit 22% landete er hinter Yitzhak Shamir (einem weiteren von den Briten gesuchten Terroristen) und David Levy auf dem Dritten Platz. In jenem Jahr wechselte Scharon ins Ministerium für Wohnungsbauwesen. Unter den verschiedensten Namen verfolgte er aber immer das gleiche Ziel: Ausbau der Siedlungen!

Als Kabinettsmitglied versagte er mehrfach. Seine protektionistische Politik erwies sich für die israelische Wirtschaft als verhängnisvoll. Scharon widersetzte sich später dem von Premierminister Shimon Peres eingeleiteten Erholungsprogramm, dass Israel von der Hyperinflation befreite. Als Wohnbauminister setzte er sich für die Konstruktion von Tausenden von vorfabrizierten Häusern für entfernte Siedlungen ein, die schlussendlich unbewohnt blieben und den Staat Millionen kosteten. Deshalb sucht er heute händeringend überall in der Welt nach Juden, die er heim in die "Heimat" locken möchte!

1993 trat Scharon im Kampf um den Likud-Vorsitz nicht gegen Benjamin Netanyahu an. In der 13. Knesset diente Scharon in den Komitees für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung. Er gehörte zu jenen innerhalb des Likud, die sich gegen Premierminister Rabins Friedensplan wandten und gegen diesen polemisierten - in jenem aufgeheizten Klima wurde Rabin 1995 ermordet. In der Regierung Netanyahu diente Scharon als Minister für die Nationale Infrastruktur von 1996 bis 1998; eine weitere Namenskreation für den völkerrechtwidrigen Siedlungsausbau. Nach dem Rücktritt von David Levy wurde Scharon Außenminister. In jener Position förderte er die Beziehungen zu seiner eigentlichen Heimat Russland um bei der strategischen und für Israel lebenswichtigen Allianz mit den USA besser Druckmittel zu haben. 1999 siegte Barak bei den Wahlen über Netanyahu. Daraufhin wurde Scharon zum Vorsitzenden des oppositionellen Likud gewählt.

Scharon erklärte, jeder Jude habe das Recht, den "Tempelberg" (siehe: Berg der Himmelfahrt) zu besuchen, was er denn auch am 28. September 2000 tat. Gegen den Widerstand der überraschten Muslime betrat er die Heilige Stätte der Muslime und entweihte sie!  Tags darauf brach ab dieser Provokation die bis heute andauernde Al Aqsa Intifada aus. Im Dezember 2000 wurde Scharon zum Kandidaten des Likud für den Posten des Premierministers erkoren. Am 6. Februar 2001 besiegte er Ehud Barak. Der Mann, den selbst israelische Richter für unfähig erklärt hatten, jemals wieder das Verteidigungsministerium zu übernehmen, wurde jetzt Regierungschef!

Scharon steht innerhalb des Zionismus für jene Strömung, die sich für die Bildung von "Erez-Israel" in den biblischen Grenzen einsetzt. Der Witwer mit zwei Söhnen trägt den Spitznamen "Bulldozer". Alle westlichen Regierungschefs haben ihm inzwischen ihre Aufwartung gemacht und die Spitzenpolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien haben seine blutüberströmten Hände geschüttelt. Sowohl der Kanzlerkandidat Stoiber (CSU), als auch der Kanzlerkandidat Westerwelle (FDP) haben ihre erste Auslandsreise nach der Ernennung zum Kanzlerkandidaten zu Scharon gemacht. beim amtierenden Kanzler war das nicht nötig, da dieser seine obligatorische Reise als Kanzlerkandidat vier Jahre zuvor getätigt hatte (siehe Welteinfluss des Zionismus in Deutschland)

Der Zentralrat der Juden n Deutschland hat sich bisher uneingeschränkt hinter alle Gräueltaten Scharons gestellt. Beobachtern zufolge hat diese Verhalten gepaart mit der unaufhörlich fortgesetzten Brutalität Scharons zum größten Ansehensverlust Israels seit seiner Gründung und all derer, die Israel unterstützen, geführt.

 

Senden Sie e-Mails mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: info@muslim-markt.de 
Copyright © seit 1999 Muslim-Markt